Das andere Ende der Leine

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Das andere Ende der Leine

Beitragvon X-Men » Mi 28. Apr 2010, 18:15

Liebe PRT-Freunde,

momentan lese ich gerade ein Taschenbuch von Patricia McConnell mit dem schönen Titel;

"Das andere Ende der Leine"

Es ist eigentlich kein Buch über Hundeerziehung, sondern eines über Menschenerziehung: Intelligent, wissenschaftlich, humorvoll und manchmal einfach verblüffend erklärt die Autorin, Professorin für Zoologie und zertifizierte Tierverhaltenstherapeutin, welche typischen Missverständnisse zwischen dem »Affen« Mensch und dem »Wolf« Hund einer ungetrübten Beziehung oft im Wege stehen. Menschen wie Affen umarmen gerne, was sie lieben – für Hunde ist das eine glatte Beleidigung. Zahlreiche Aha-Erlebnisse und vergnügtes Schmunzeln sind beim Lesen garantiert!

Bis jetzt habe ich mich prächtig amüsiert und kann das Buch wärmstens weiter empfehlen! :thumleft:

Bei Amazon erhältlich:

Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk,
das nicht minder bindende moralische Verpflichtungen auferlegt als die Freundschaft zu einem Menschen.
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Re: Bücher

Beitragvon chico » Sa 1. Mai 2010, 22:29

Das Buch hab ich auch schon gelesen war sehr amüsant. Kann ich nur weiter empfehlen! :)
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Re: Bücher

Beitragvon Terrorkrümel » So 2. Mai 2010, 16:37

Ich habe das Buch bis jetzt nur teilweise gelesen, habe es aber heute mal wieder in die Hand genommen und ein Stückchen weiter gelesen. Sind schon gute Vorschläge darin. Ein paar will ich bei Chilly mal ausprobieren, vor allem das Heranrufen. Denn Chilly stellt im Moment ihre Ohren öfters auf Durchzug und reagiert dann nur zögerlich oder gar nicht auf mein Hiiiieeeer!!! Bin schon richtig sauer deswegen. :evil:
Ab jetzt wird freundlicher mit Klatschen und Chilly, komm gerufen. Hat vorhin schon ganz gut geklappt. :happy:
In dem Buch wird einem mal aufgezeigt, was man so alles falsch macht, ohne es zu wissen.
Liebe Grüße von
Kai und Parson Russell Terrierdame Chilly
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Re: Bücher

Beitragvon Elfe369 » So 2. Mai 2010, 16:48

Hört sich interessant an, werde mir das mal bestellen bei Amazon.
Vielleicht stehen ja auch gute Tipps für mich in dem Buch. :dog_8:
Liebe Grüße
Rita
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Re: Bücher

Beitragvon X-Men » Fr 7. Mai 2010, 16:06

Gestern bin ich mal wieder dazu gekommen etwas in dem oben vorgestellten Büchlein zu schmökern und habe mich köstlich vergnügt. :D

Hier eine kurze Leseprobe:

... Es war Frühling und meine Pyrenäenberghündin Tulip war hin und weg. Jedes Gramm ihres riesigen Körpers stand erwartungsvoll zitternd über dem toten Eichhörnchen und sie sog die Düfte ein, die von diesem Recyclingprojekt der Natur emporstiegen. Obwohl von der Duftwolke überwältigt, muss Tulip gehört haben wie ich sie rief, denn sie drehte ihren Kopf, wenn auch nur kurz, in meine Richtung und widmete sich dann wieder wichtigeren Dingen im Leben – nämlich etwas von dem wunderbaren Duft in ihrem langen weißen Fell einzufangen. Tulip weiß ein schönes Wälzen auf einem toten Tier zu schätzen, genauso wie ich ein genüssliches, langes Schaumbad mit Lavendelduft. Unzählige Male habe ich zugesehen, wie sie sich schmachtend und mit breitem Grinsen im Gesicht auf ihren Rücken rollte und die Duftessenz von totem Eichhörnchen, Kuhfladen, totem Fisch oder Fuchsköteln in ihren Pelz rieb.
"Tulip", schrie ich zum zweiten Mal und ging näher auf sie zu. Dieses Mal zuckte sie nicht mit einem Ohr. Nicht die leiseste Wahrnehmung meiner Existenz. Mein Rufen war diesmal lauter, weil ich langsam wahnsinnig wurde, wie ich da im strömenden Regen stand und klitschnass wurde, weil mein riesiger, ferkeliger Hund mich abblitzen ließ. In etwa einer halben Stunde erwartete ich Gäste zu einer gepflegten Dinnerparty. Ich wollte nicht, dass das Essen von einem großen, nassen und wie der Tod persönlich riechenden Hund untermalt wurde. Aber letztens Endes rollte sich Tulip gar nicht in dem stinkenden Chaos unter ihr, weil ich zur Besinnung kam und mich nicht mehr wie ein Hundebesitzer sondern wie ein professioneller Hundetrainer benahm. "Nein" sagte ich, diesmal ruhig, aber mit grabestiefer Stimme. Tulip hörte auf zu schnüffeln und drehte ihren Riesenschädel, um mich direkt anzuschauen. "Tulip komm!" Das "Komm" hörte sich an wie die fröhliche Einladung zum Kaffeetrinken an einen Nachbarn. Mit einem kurzen Blick auf den Schatz unter ihr drehte sich Tulip wie eine Ballerina um und rannte zu mir. Wir sausten gemeinsam zum Haus und ließen meinen armen leidgeprüften Fußboden einmal mehr schmutzig-schlammig werden, als wir zu Tulips Lieblingsleckerchen in Richtung Kühlschrank strebten.
Tulip hatte genau das getan, was ich ihr von Anfang an gesagt hatte. Zuerst hatte ich "Tulip" gesagt – ich meinte "Komm her" aber sagte stattdessen nur ihren Namen und erwartete, das sie Gedanken lesen und meinem unausgesprochenen Wunsch Folgen leiste könnte. Sie nahm höflich von meiner Anwesenheit Notiz und äußerte eine hündische Version von "Wow, guck mal! Ich habe ein totes Eichhörnchen gefunden und es sind sogar Maden drin!", um dann mit dem weiterzumachen, bei dem ich sie unterbrochen hatte. Als ich ihren Namen zum zweiten Mal rief, gab ihr das keine andere Information als beim ersten Mal. Aber als ich klar mitteilte, was ich wollte, tat sie exakt das Verlangte. Tulip hat gelernt, dass "Nein" bedeutet "Tu nicht, was du gerade tust" und dass "Tulip komm" bedeutet "Bitte hör mit dem auf was du gerade tust und komm sofort her". Sie tat es, sobald ich mich zusammengerissen und ihr gesagt hatte, was ich von ihr wollte.
Da ich angewandte Tierverhaltensforscherin und professionelle Hundetrainerin bin und meine Doktorarbeit über akustische Kommunikation zwischen Ausbildern und ihren Arbeitstieren geschrieben habe, sollte man meinen, dass ich diese Sache im Griff habe. Aber es gibt eine Falle: Ich bin ein Mensch. ...


Auszug aus "Das andere Ende der Leine" von Patricia B. McConnell

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Re: Bücher

Beitragvon Annette » Fr 7. Mai 2010, 19:22

Liest sich echt lustig und gut beschrieben, erkannte mich da wieder, weil Maja das ja auch macht. :lol:
Wer gegen Tiere grausam ist, kann kein guter Mensch sein. (Arthur Schopenhauer)

Liebe Grüße Annette
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