Anti Jagd Training

Methoden, Hundeschule, Training & Ausbildung

Anti Jagd Training

Beitragvon Sunny 29 » Do 1. Mai 2014, 17:48

Mich würden mal eure Meinungen zum Thema
Anti Jagd Training
Interessieren
Habt ihr Erfahrung damit gemacht?
Wurde es euch genauso wie uns direkt in der hundeschule empfohlen?
Mit der hundeschule hab ich nach der Welpen schule und Junghund Gruppe abgeschlossen
Viele Tipps haben bei unserem Zwerg genau das bewirkt was sie nicht sollten
Und als uns dann nahe gelegt wurde ein
Anti Jagd Training
Zu machen habe ich abgebrochen
Shorty hätte es nötig

Meine Meinung
Ein Jagd Terrier MUSS jagen dürfen
Natürlich kein Tier ( zumindest in unserem Fall nicht)
Aber einen Ball
Ein Tau
Einen dummy
Eine Frisbee
Shorty liebt das

Uuuund
Sie hat noch nie gejagt
Weder im wild Gehege
Noch im Garten meiner mum
Und oder sind viele Rehe
Sie hat gelernt Dinge die ich frei gebe zu jagen
Und uns wurde gesagt
Sie darf nicht jagen!!!
Du förderst damit den Jagd trieb daran müssen wir üben

Bullshit sag ich
Was sagt ihr??

Habt ihr Erfahrung damit?
Sunny 29
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Re: Anti Jagd Training

Beitragvon ARU » Do 1. Mai 2014, 22:12

Hallo Sunny,
wenn Du es hin bekommst, daß dein Jagd Terrier unterscheiden kann zwischen ein geworfenen Ball oder Stock im unterschied zu einen Hasen der vor ihm rum- hoppelt oder flizt. Why not!?
ARU
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Re: Anti Jagd Training

Beitragvon Sunny 29 » Do 1. Mai 2014, 23:00

Sie hat noch nie gejagt
Außer im Herbst die fliegenden Blätter
Unsere Tier Trainerin wollte mir erzählen ein Terrier darf nicht jagen
Nichts
Auch keinen Ball
Das weckt den Jagd trieb und wir müssen ein Anti Jagd Training machen
:sratch:
Sonst könne man sie nicht ohne leine laufen lassen

Shorty hat die leine nur zur deko an der Straße mal ...
Ich denke einfach das der Jagd trieb auch mal ausgelebt werden muss
Bei jedem Hund
Unser Pittbull hat übrigens gejagt
Im Tiergehege... Ein Wildschwein ...
Shorty interessiert sich da Null für
Und der Jagd Trieb ist tief in den Genen verankert
Ich glaube einfach das man das nicht abtrainieren kann!!!
Ok.. Shorty ist so gar nicht Terrier Like
Wir haben auch mal wieder ein sehr Rasse untypisches Exemplar
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Re: Anti Jagd Training

Beitragvon Krawallo » Fr 2. Mai 2014, 11:39

Mir ist gerade ein interessanter Bericht zum Thema "Jagen" in die Finger gekommen, passt vielleicht ganz gut hierher...
http://1001hunde.net/ksd/?p=60 (hoffe, er lässt sich öffnen)

Grüße
Carmen
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Re: Anti Jagd Training

Beitragvon Sunny 29 » Fr 2. Mai 2014, 12:08

Wow das ist übel :shock:
Ich denke einfach die Jagd Gene sind tief im Hund verankert
Das kann man nicht abtrainieren
Das ist Geld macherei in meinen Augen
Und zu sagen ein Terrier darf nichts jagen
Auch keinen Ball fand ich total sinnlos
Man kann ihnen beibringen : hier sieh das ist dein Ball
Deine Beute
Jag sie und bring sie mir..
Alles andere ist tabu
Und trotzdem wird ein Jagd Terrier wenn er denn die Veranlagung dazu hat jagen und dich nicht mehr hören wenn er Fährte aufgenommen hat
Gerade uns Terrier Besitzern wurde in der hundeschule sofort gesagt
Ihr müsst anti Jagd Training machen !!!!!
Sonst werdet ihr nicht entspannt zusammen Leben und durch Wälder laufen...
Schwachsinn
Shorty Jagd gar nicht
Unser Pittbull hätte das Schwein gerne gefetzt
Und das war ein ganz ruhiger gelassener lieber Hund
Es steckt drin oder es steckt nicht drin
Für so etwa würde ich kein Geld bezahlen...
Aber vielleicht hat ja jemand Erfahrung damit
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Re: Anti Jagd Training

Beitragvon Krawallo » Fr 2. Mai 2014, 13:03

Aber genau darum geht es doch: Den Hund vorher abgerufen zu kriegen, bevor er auf Droge ist und hinter dem Karnickel her. Und mit diesem sinnlosen Bälle werfen, macht man die Hunde eben zu Junkies.
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Re: Anti Jagd Training

Beitragvon Sunny 29 » Fr 2. Mai 2014, 13:28

Na also ich denke ein Hund hat Jagd trieb oder er hat keinen
Wenn er Jagd Trieb hat Jagd er weil es in seinen Genen verankert ist ob er nen Ball vorher gejagt hat oder nicht
Man kann es ihm nicht abtrainieren
Das ist aber nur meine Meinung und meine Erfahrung
Shorty liebt ihren Ball
Ihren dummy
Man kann es ja mit such spielen verbinden..
Aber zu sagen ein Terrier darf nicht jagen
Nichts
Auch keinen Ball ...
Wofür sind sie denn gezüchtet???
Sie müssen das ausleben können
Wenn Shorty ihren Ball hat Jagd sie nichts anderes
Ich habe noch nie ein Anti Jagd Training gesehn oder verfolgt ..
Hmm.. Ich muss auch ehrlich sagen ich denk nicht über alles nach und mach mir Gedanken drum
Mein Hund ist mein bester Freund und muss nicht perfekt dressiert sein
Obwohl sie wirklich super hört und auch gerne lernt
Und alle sind mit Spaß dabei
Aber hunderte Euro zu investieren in ein anti Jagd Training...
Alle aus der hundeschule die mit mir zusammen da waren haben daran Teil genommen
Und der Hund bellt und fixiert trotzdem beim Rundgang im wild Gehege ...
Eben weil es sein Trieb ist
.....
Auch wenn er noch nie nen Ball gejagt hat....
Unser Pittbull hat nie Krawall gemacht
Aber wurde sie bedrängt hat sie klar gestellt wer der Chef ist
Niemals unterwerfen ... Lieber sterben
Eben Weil es ihr Charakter war ....:
So wie ein Terrier Jagd wenn er die Möglichkeit dazu hat
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Re: Anti Jagd Training

Beitragvon angiem » Fr 2. Mai 2014, 13:45

Nicky hat sehr starken Jagdtrieb, den er bei den Vorbesitzern in Alleingängen, wenn er über den Zaun abgehauen war, schon fleißig trainiert hatte.
Das war so krass, dass er schon beim Anblick von Vögeln am Feld schreiend in der Leine hing, allem, was sich bewegte, schreiend hinterher wollte und dabei vollkommen unansprechbar war.
Ebenso beim Mäuseln.
Spielzeug, Ball usw. interessierte ihn anfangs nur zuim ganz doll Zerren.
Spaziergänge im Gelände, wo er Wildduft in der Nase hatte, Mäuselöcher am Boden waren oder irgendwas irgenwo raschelte, waren Stress pur. Der war ein totaler Junkie.
Ihm das Abgewöhnen - No Go.
Ich arbeite ganz viel daran, den Jagdtrieb umzulenken, auf gemeinsame Jagd , angefangen mit dem Mäuseln.
Für ihn ist es das größte Vergnügen, wenn wir gemeinsam auf Mäuselöchersuche gehen und er läßt sich dabei inzwischen abrufen und auch auf Distanz mit handzeichen von einem Loch zum anderen schicken, stoppen, ranrufen usw.
Dann haben wir angefangen mit Zeigen und Benennen.
Zuerst erfolgreich an Vögeln, dann an Katzen und inzwischen klappt das auch mit Katzen sehr gut, solange sie nicht direkt vor ihm blitzschnell kreuzen.
Letztens hatten wir die Gelegenheit, das auch mit Hasen zu üben und ich muss sagen, ich bin erstaunt, wie toll er da mitgemacht hat und was es schon gebracht hat. Durch das Zeigen und Benennen bleibt er ansprechbar und läßt sich dann auch umlenken auf eine Ersatzjagd mit Futterbeutel oder auch einfach nur geworfenen Leckerlies.
So können wir auch prima Impulskontrolle üben und die Frustrationstolleranz ist schon erheblich besser geworden.
Er ist noch weit davon entfernt, zuverlässig abrufbar zu sein, wenn Jagdobjekte plötzlich auftauchen - dafür läuft er an Schleppe - aber er hängt nicht mehr schreiend in der Leine und ist mit den Ersatzjagden gut ausgelastet und richtig glücklich, dass er sich da ausleben darf.
Allerdings sehe ich schon die Tatsache, dass zuviel Jagen das Verlangen danach verstärkt und weniger ist da oft mehr, damit er vom Junkieverhalten runterkommen kann.
Allerdings ganz ohne Jagen dürfen, da würde der Krümel, denke ich , die aufgestaute Energie in irgendwelchen unerwünschten Verhaltensweisen ausleben, wie zB gesteigerte Aggression bei Hundebegegnungen usw.
Für mich ist das ne Gratwanderung. Einerseits seinen Focuss vom Jagen weg zu bringen, dass er sich auch anderweitig vergnügen und vor allem enstpannen kann - andererseits geht ganz einfach zuviel Impulskontrolle nach hinten los, wenn wir zuviele Wildbegegnungen haben, weil seine Reizschwelle nur laaangsam steigt und von Haus aus sehr niedrig ist. Da neigt er dann zu großem Frustverhalten bis hin zu sich selbst beknabbern.
Artgerechte UND individuelle Auslastung sehe ich als notwendig an und da kann man, glaube ich , pauschal nicht sagen, ein JT muss jagen können oder darf nie jagen können. Kommt auch auf die Vorerfahrungen an, ob schon Jagderfolge gemacht wurden, wie stark der Trieb aktiviert ist und auch, wo man lebt und sich bewegt.
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Re: Anti Jagd Training

Beitragvon Krawallo » Fr 2. Mai 2014, 14:24

Hallo Angie,
das Schreien nach Vögeln kenne ich nur zu gut vom letzten Sommer. Mittlerweile macht Mikki das auch nicht mehr. Katzen sind nach wie vor Thema. Ganz gemein: Manchmal schießen sie bei uns vor der Haustür vorbei, wenn wir heraus kommen. Dann ist was hier was los....
Ich bin immer noch ratlos und probiere, was am besten zu tun ist, wenn wir unterwegs sind und er regt sich aus irgendeinem Grund wieder höllisch auf. Wenn reizauslösendes Objekt :rolleyes: vorbei, tänzelt er herum und jeder Reiz macht ihn ganz kirre. Ich würde ihn gerne aus dieser Stimmung wieder herunterholen (zumindest den Stresspegel halbieren), damit wir einigermaßen entspannt nach Hause kommen. Du kennst das doch bestimmt auch und wie händelst du das?
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Re: Anti Jagd Training

Beitragvon Sunny 29 » Fr 2. Mai 2014, 14:37

Das Katzen jagen oder überhaupt jagen ist ja nicht nur bei Terriern vorhanden
Ein Hund der jagen beschützen hüten will
Oder muss
Ist in seinem Trieb nicht ansprechbar
Er KANN dich nicht hören
Natürlich kann man üben und trainieren
Mit Klicker das SCHAU trainieren ...
Auf den Menschen achten und dafür müssen wir vorausschauend sein..
Aber ich bin ja auch kein Hundeprofi
Und Shorty macht diese Probleme nicht
Noch nicht
Über Tipps freu ich mich natürlich immer :)
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Re: Anti Jagd Training

Beitragvon angiem » Fr 2. Mai 2014, 14:47

Hallo Krawallo,
Bei Nicky klappt das mit dem zeigen und Benennen sehr gut.
Damit hab ichs geschafft, ihn ansprechbar zu halten, sodass er nicht derart focussiert. Mit dem zeigen und Benennen hat sich seine "Stimmung" gegenüber diesen Auslösereizen sehr verändert, sodass er nicht immer total austickt und so extrem gestresst ist. Bei Rehen haben wir meist selbst noch ein Problem - die stellen sich nicht so gern zum Üben zur Verfügung, obwohl auch da die Ansprechbarkeit schon viel schneller wiederkommt, oder je nach Situation erst gar nicht vollkommen verloren geht.
Mit Zeigen und Benennen verliert der Auslösereiz an Intensität und es kann Alternativverhalten erlernt werden.
Kann ich echt empfehlen, es mal zu versuchen.
Hier ein Link: http://www.easy-dogs.net/home/blog/trai ... zaugg.html
Dabei ist aber wichtig, dass man gute Übungssituationen hat, in denen der Hund bewusst lernen kann. WENN er schon ausgetickt ist, wirds schwierig. Da hab ich es dann so gemacht, dass ich nicht aus der Situation raus bin, ihn einfach ruhig bei mir gehalten hab, ihn am Brustbein kraulte (da ist ein beruhigender Akupunkturpunkt, den ich stimuliere) , immer wieder das Wort (zB Hasi) sage und ein leckerchen anbiete, direkt vor der Nase. Im hohen Stresslevel kann das der Hund natürlich noch nicht annehmen, aber man merkt, wenn der Level abnimmt, dass der Hund dann das angebotene Leckerchen doch wie automatisch schnappt. Das mach ich solange, Hasi - Leckerchen reinschieb - bis der Hund dann , wenn ich das Leckerlie ein klein wenig seitlich der Schnauze halte, sodass der Hund noch fixieren kann, aber trotzdem das Leckerchen mit ner minimalen Schnauzenbewegung aktiv holen muss. Kann er das und wird ruhiger, halte ich das Leckerchen weiter seitlich, sodass er, wenn er das Leckerchen möchte, nun den Blick vom Objekt (oder wohin es verschwunden ist) kurz wegnehmen muss, um das Leckerchen zu bekommen.
Bis er sich in der Situation soweit beruhigt hat, dass Benennung plus Leckerlie ihn dazu bewegen, sich nach mir und dem Leckerlie umzugucken.
Wichtig ist, immer so zu arbeiten, dass der Hund es tun KANN - nicht tun muss. Also er darf fixieren, focussieren, kriegt dabei immer Benennung und Leckerchen und erst wenn er in der Lage ist , sich vom Objekt abzuwenden, tut der Hund es von sich aus, wenn seine Stimmung es zuläßt. Wenn er dann soweit ist, dann kann man mit Jackpot belohnen, eine dolle Ersatzjagd anbieten - bis hin zu ganz gelassenem einfach weitergehen.
Wenn der Hund das Prinzip mal verinnerlicht hat, macht das doll Spaß und er wird richtig stolz alles anzeigen, was ihn zuvor noch austicken ließ und vor allem lernt er mit dem menschen zusammen dann seine Bedürfnisse zu befriedigen, anstatt seinen Impulsen wie zuvor sofort ungehemmt nachzugeben.
LG, Angie

Nachtrag: Ich clickere auch gerne, aber bei solchen Situationen, in denen der Hund seiner Stimmung total ausgelieftert ist, mag ich nicht über Ablenkung arbeiten und zwar aus dem Grund, dass der Hund dabei zwar lernt, wenn man rechtzeitig "schau" sagt, das Auslöseobjekt nicht mehr wahrzunehmen - aber mein Ziel ist es, dass der Hund lernt , mit dem Auslösereiz anderes umzugehen und zwar von sich aus. Also anstatt sofort nach vorne in die Leine zu preschen und unansprechbar zu sein, wenn das "schau" nicht rechtzeitig kommt - soll der Hund von sich aus, sobald er den Auslösereiz sieht, innehalten und sich zu mir orientieren, damit wir gemeinsam mit dem Objekt "umgehen" und zwar in Form von entweder gelassen vorbeigehen, eine Ersatzjagdstarten oder miteinander jagen und dabei Impulskontrolle üben.
Das machen wir inzwischen bei Vögeln und Taubenschwärmen :-P
Er zeigt sie mir an (oder auch ich ihm, wenn ich sie vorher entdecke) , ich sage "Vögel", er wird langsamer, hält inne, kommt zu mir und holt sich das Leckerchen und ist total ansprechbar, sodass wir uns schleichend den Vögeln/Taubenschwärmen gemeinsam nähern können, er sich stoppen läßt, wieder neu anschleichen und wir so gemeinsam die Vögel hochjagen. Da freut der sich den Ar*** ab, ist dabei auch angespannt, aber hochkonzentriert auf das MITEINANDER, bzw. die Anweisungen, die er von mir bekommt und so bleibt er auch abrufbar, selbst wenn er in der Schleppe ein paar meter nachhetzen darf. Sind die Vögel weg, ist er sofort zufrieden und entspannt, jammert denen nicht mehr nach - Jagd beendet.
Ganz ehrlich: Die ersten Monate hätte ich NIEMALS gedacht, dass ich das mit ihm überhaupt so hinkriegen könnte, weil er echt extrem war.
Ist aber ne Menge konsequenter Arbeit erforderlich gewesen, die uns jedoch Beiden total Spaß macht.
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Re: Anti Jagd Training

Beitragvon Krawallo » Fr 2. Mai 2014, 16:02

Sehr gut, sehr gut, sehr gut, das lese ich jetzt noch 5x, um es zu verinnerlichen ;) und probiere es dann aus.
Ein Leckerli werfen und ihn suchen lassen bringt ihn nämlich nicht aus dieser Stimmung raus. Dann habe ich probiert einfach stehen zu bleiben und abzuwarten, das funktionierte bisher am besten. Ihn zusätzlich am Brustbein kraulen, wird mit Sichheit klappen, das mag er.
Danke! Ich werde berichten...
LG
Carmen
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Re: Anti Jagd Training

Beitragvon Sunny 29 » Fr 2. Mai 2014, 16:25

Ok wenn ich so lese..
Dann ist unser Terrier eher ein basset
Der dritte sehr Rasse untypische Hund in unserer Familie :sratch:
Shorty läuft auch mal ner Katze oder nem Vogel hinterher ..
Aber sobald ich Pfeife dreht sie um und kommt zurück
Vielleicht auch mal wieder einfach nur Glück gehabt
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Re: Anti Jagd Training

Beitragvon Krawallo » Fr 2. Mai 2014, 16:34

Ja, der Köter ist echt der Kracher..... :snoopytrage:
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Re: Anti Jagd Training

Beitragvon Sunny 29 » Fr 2. Mai 2014, 17:00

Wann hat das jagen bei euren denn angefangen?
Von Anfang an??
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Re: Anti Jagd Training

Beitragvon angiem » Fr 2. Mai 2014, 17:09

@sunny: Vielleicht hast Du ganz einfach von Anfang an in entscheidenden Situationen richtig reagiert, dass Dein Bassetterrier ganz einfach nie gelernt hat, wie selbstbelohnend eigenständige Jagd sein kann, sondern sich zusammen mit seinem Menschen zu beschäftigen, das allerhöchste ist?
Denke zwar auch, dass der Jagdtrieb unterschiedlich stark ausgeprägt ist - aber vorhanden ist er ja in jedem Fall.
Hab mal einen ganz untypischen Afghanen kennengelernt. Ich wohnte über eineinhalb Jahre lang mit meinen Beiden Oldies 14 tägig bei Leuten mit 3 Afgahnen und einen Afghanen-Settermixpäärchen.
Da war ein stockblinder Afghanenrüde dabei, der hat mit meinem Snoopy im gemeinsamen mit mir Spielen voll die Apportierleidenschaft entwickelt. War soooooo nett, wie Beide sich zu übertrumpfen versuchten, wer am besten apportiert. Dem Blinden hätte ein dies nicht Wissender niemals angesehen, dass der nix sehen kann. So leidenschaftlich, wie der apportierte, da kommen sogar manche Labbis nicht ran....gg..

Nachtrag Frage beantworten:
ich kann das bei Nicky nicht sagen, da er erst mit 11 Monaten zu mir kam und da schon ein vollkommen durchgeknalltes Bürschchen war, das das Ausbüxen über den Gartenzaun und eigenständige Jagen bereits perfektioniert hatte.
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Re: Anti Jagd Training

Beitragvon Sunny 29 » Fr 2. Mai 2014, 17:32

Und wurde damals beim Züchter gesagt das die Elterntiere nicht jagdlich geführt wurden
Ob das damit vielleicht auch zu tun hat :sratch:
Ich muss dazu sagen das mein Mann schon 5 Hunde erzogen hat und viel viel mit Shorty macht
Ich selbst hatte mit Shorty erst drei Hunde...
Unser Dobermann war alles aber kein wach Schutz Hund
Unser Pittbull kam mit Acht Monaten zu uns aus ganz schlechter Haltung
Durch sie hab ich so viel gelernt
Das waren zwei Jahre Arbeit Training Geduld tränen Verzweiflung
Und ich habe bei diesem Hund immer wieder festgestellt ( und wir hatten eine mehr als starke Bindung)
Das sie in bestimmten Situationen ua beim jagen und auch beim schützen ihrer Familie in ihrem Trieb so tief drin war das sie mich nicht hören konnte...
Und ich denke so ist das auch beim jagen unserer Terrier..
Ganz abtrainieren kann man das bestimmt nicht ..
Die Aussagen mancher Trainer - ein Terrier darf nicht jagen- finde ich deshalb einfach blöd :sratch:
Dafür ist er doch ursprünglich gezüchtet worden..
Natürlich möchte ich nicht das Shorty nen Hasen Jagd.. Dafür lasse ich sie ihren Ball jagen oder ein anderes Objekt
Und das reicht ihr oder sie hat einfach keine Jagd Gene..
Und die Terrier die extremst Jagd drang haben sollten diesen doch ausleben können und dürfen..
Aber zu sagen man muss das unterbinden und es darf auch kein Ball geworfen werden finde ich Blödsinn..
Aber wie gesagt ich bin kein Hunde Experte ich finde eure Ideen teilweise sehr interessant und lerne gerne immer dazu
Auch wenn ich es für mich oder uns nicht brauche...
Aber manche hundeschule könnte sich ne Scheibe abschneiden
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Re: Anti Jagd Training

Beitragvon angiem » Fr 2. Mai 2014, 18:53

Vielleicht meinen diese Trainer damit, dass es vermieden werden sollte, dass der Hund auf den Geschmack kommt beim selbstbelohnenden Hetzen von irgendwelchen Dingen, ohne dass dabei Impulskontrolle eingeübt wird?
Denn ich frag mich gerade, wie die dann einen Hund artgerecht beschäftigen wollen, wenn der gar nix dürfen soll.....
Soll ein Hund einfach nur gelangweilt und hörig neben seinen Menschen rumdatschen?
Den Terrier zeig mir einer, der damit zufrieden ist und nicht anderweitig irgendwelche Ersatzhandlungen entwickelt, wie zB übertriebene Wachsamkeit oder Ähnliches.
Natürlich ist es nicht Sinn und Zweck vom Ball werfen, einen Balljunkie zu produzieren, aber ich finde gerade über das Spiel kriegt man so manche Triebe sehr schön unter Kontrolle, sodass der Hund sich auch ausleben kann.

Hatte heute mit Nicky und Laika ein schönes Erlebnis. Wir sind zum ersten Mal mit Nicky in einem Gelände gegangen, indem ich weiß, dass es vor Karnickel nur so wimmelt. Laika war früher auch Extremjägerin mit eigenständigen Jagderfolgen - aber hat ähnlich wie jetzt Nicky, gelernt ansprechbar zu bleiben und sich zu 99% abrufen zu lassen.
Früher hätte allein die Geruchsintensität den Nicky unansprechbar an der Leine ziehend rumwuseln lassen - und heute hat sich genau hier der Erfolg des Trainings gezeigt:
Als er dabei war, sich auf dei Hasendüfte und die Bewegungen im Gras zu konzehtrieren, machten wir stehenbleiben, "Hasi - Hund guckt zu mir, nimmt Zug aus der Leine - bekommt Leckerlie in die Schnauze geworfen........weitergehen..............bevor Leine stramm wieder "Hasi" - Hund guckt sofort blitzschnell zu mir - bekommt Leckerchen in die Gegenrichtung nach hinten geworfen, darf da hin hetzen und Leckerchen erbeuten - weiter..............von da an blieb er von sich aus immer wieder stehen, noch bevor die Leine gespannt war, hochtriebig aber total drauf konzentriert, ob ich ne Leckerliejagd veranstalte und sein Focus verschob sich von echten Duftspuren auf gemeinsam Jagen und Leckerlie suchen.
Laika hatte da auch doll Freude dran und ich kam mit glücklichen, ausgelasteten und entspannten Hunden nach Hause, trotz einer direkten Hasen und einer Katzensichtung, die wir dank Zeigen und Benennen total entspannt passieren konnten, ohne hetzen zu müssen. Fand ich ein supertolles Erfolgserlebnis!
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Re: Anti Jagd Training

Beitragvon Sunny 29 » Fr 2. Mai 2014, 19:20

Ja eben deshalb hab ich das nicht verstanden
Shorty Jagd den Ball und bringt ihn mir zurück
Fängt ihn in der Luft wenn ich hopp sage
Läuft Slalom durch die Beine bis ich ihr den Ball werfe
Wir verstecken den Ball oder den dummy
Sie muss warten bis ich sie rufe..
Man kann es ja mit Spaß und lernen verbinden
Die Leckerli Methode find ich auch gut :!:
Wir haben's mit dem Klicker gemacht
Shorty liebt Kinder
Sobald sie Kinder sieht is sie ab!!!!
Rufen war erfolglos
Haben ihr mit dem Klicker das SCHAU beigebracht und wenn sie gesessen hat und uns angeguckt hat hat sie Leckerli bekommen
Sobald ich Kinder seh muss ich ihr nur sagen
Schau
Dann sieht sie mich an bekommt ihr lekkerli und wir warten bis die Kinder weg sind oder ich leine sie an
Sie freut sich immer sehr überschwänglich das ist nicht für jedes Kind toll
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Re: Anti Jagd Training

Beitragvon Mausehund » Sa 3. Mai 2014, 13:58

Moin moin!
Habe nur den Eingangstread gelesen...

Vielleicht sollten sich so manche mal vor Augen halten was wir denn da am anderen Ende das Strickes führen? Etwa einen Hund der zur JAGD gezüchtet wurde???

HoRüdHo!
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Re: Anti Jagd Training

Beitragvon angiem » Sa 3. Mai 2014, 14:18

Und was willst Du uns damit sagen?
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Re: Anti Jagd Training

Beitragvon Krawallo » Sa 3. Mai 2014, 14:34

Und es wäre auch zwingend notwendig, wenn sog. VDH Züchter ihre Welpen gut sozialisiert abgeben und nicht eingesperrt halten, weil sie sie nicht vermitteln können. Damit hätten wir jetzt so manches Problem nicht!!!
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Re: Anti Jagd Training

Beitragvon angiem » Sa 3. Mai 2014, 16:44

Mausehund hat geschrieben:Moin moin!
Habe nur den Eingangstread gelesen...

Vielleicht sollten sich so manche mal vor Augen halten was wir denn da am anderen Ende das Strickes führen? Etwa einen Hund der zur JAGD gezüchtet wurde???

HoRüdHo!
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Ganz ehrlich: Solche Beiträge machen für mich die Jäger nicht sympathischer - sondern bestätigen meine bisherigen Erfahrungen damit:
Jäger denken, sie sind die besten Hundehalter, weil sie ihre Hunde zum Jagen abrichten und nutzen, weil jagen = artgerecht :rolleyes:
Ein Hund - auch ein Terrier - ist ein Hund und nicht nur ausschließlich ein Jäger - meine Meinung.
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Re: Anti Jagd Training

Beitragvon Xeno » Sa 3. Mai 2014, 16:59

Hallo Angie!
Meine Meinung :!:
:thumright: :respekt: :goodposting:
Für die ganze Welt bist du nur eine Person, für deinen Hund aber, bist du, die ganze Welt.

Liebe Grüße
Xeno-Karl&Chico
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Re: Anti Jagd Training

Beitragvon Sunny 29 » Sa 3. Mai 2014, 19:43

Ganz genau !!!!!
Unser Dobermann war glücklich wenn er schmusen durfte
Wenn er dabei war egal wo
Wenn ich ihm seine Stoff Ente geworfen habe die er dann vor Freude hoch in die Luft geworfen hat
Ein eigentlicher wach schutz Hund
Naja
Wenn ein Jagd Terrier nur von Jägern gehalten werden sollte ...
:sratch:
Ich würde meine Shorty sehr vermissen
Und sie uns
Und es wäre eine Schande für diese tollen lernfähigen schlauen
Kinderlieben absolut Familien tauglichen Hunde
Wenn jede Rasse nur ihrem ursprünglichen züchtungsgrund wegen irgendwo gehalten
Werden dürfte...
Dann hätten wir nicht viele Hunde hier
Und ganz sicher weniger Lebensfreude
Aber jeder hat seine Meinung das ist ok
Und einen Jagd Terrier jagen zu lassen ist mit Sicherheit das geeignetste
Ob das jetzt ein lebendiger Hase ist oder ein Stoff Tier :lol:
:sratch:
Danke für eure teilweise sehr interessanten ausführlichen Antworten
:D jeder findet seinen eigenen passenden weg um den Hund den besten Freund werden zu lassen
Schönen Abend mal ihr lieben
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